Vogelsberger FDP fordert Verwaltungsreform
Die Vogelsberger FDP schließt sich der Forderung der FDP-Landtagsfraktion nach einer großen Verwaltungsreform in Hessen an. „Die Verwaltung ist aufgebläht und in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen“, so Mario Döweling, der Spitzenkandidat zur Kommunal-wahl im Kreis. Alleine die Stellenbesetzungssperre im Rahmen des Haushaltssicherungs-konzeptes hat verhindert, dass die Verwaltung des Landkreises erneut anwachse.
Reformbedarf sehen die Liberalen aber auch in den höheren Ebenen: angefangen bei den Landesministerien bis hin zu den Regierungspräsidien, die laut einem Positionspapier abgeschafft werden sollen. „Die ursprüngliche Idee Aufgaben, die nicht jeden Tag anfallen in einer mittleren Verwaltungsebene zwischen Ministerien und Landkreisen zu bündeln, war ja nicht schlecht“, erläutert Döweling. „Aber leider sind daraus regelrechte Monsterbehörden geworden mit einem Wust an Bürokratie und sehr vielen Mitarbeitern.“
Aus Sicht der FDP sollten strategische Fragen in die Ministerien verlagert werden und das operative Geschäft wie zum Beispiel Genehmigungsverfahren wieder in die Hand der Landkreise und Kommunen gelegt werden. Natürlich soll dies so erfolgen, das dadurch nicht mehr, sondern weniger Bürokratie entsteht. Hier sehen die Liberalen einen zentralen Hebel in der Digitalisierung. „Auch hier laufen wir unter unseren Möglichkeiten- es kann nicht sein das eine vollständige Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes erst für 2029 anvisiert wird“, ärgert sich Mario Döweling. Die FDP hatte dazu bereits mehrere Anträge und Anfragen im Kreistag gestellt. „Wir wollen den verstärkten Einsatz von KI im Behördenalltag und die Optimierung der Verwaltungsprozesse“, so der FDP-Kreisvorsitzende Stephan Ringmaier. Dabei müsse auch über die weitere Vernetzung der Prozesse gesprochen werden und nicht nur über die Umstellung der Aktenführung von Papier auf die E-Akte. „Das Ziel muss eine bürgerfreundliche digitale Verwaltung sein“, erläutert Ringmaier.
